Unsere Vereinsgeschichte

Seit langer Zeit wurde in Ließem am 2. Wochenende im September Kirmes gefeiert. Allerdings hatte das Fest mit der Zeit immer weniger Zuspruch und wurde 1999 schließlich eingestellt.

Besorgt über den Verlust der Tradition und um den Zusammenhalt im Ort trafen sich einige Ließemer, um die Kirmes wieder zu beleben.

Dabei erinnerten sie sich an das frühere Scheunenfest auf dem Hof der Familie Pitscher, wo es bis Ende der achtziger Jahre  immer stattgefunden hatte. Neun Ließemer Bürger gründeten am 23.02.2002 den Verein zur Förderung der historischen Kirmes in Ließem e.V. und wählten einen Vorstand mit Bernd Hönscheid als 1.Vorsitzenden.

So konnte die Kirmes in Ließem wieder gefeiert werden. Der neue Veranstaltungsort wurde der alte, die Scheune von   Bernd und Ursula Hönscheid. Ein neues Konzept, um alle Ließemer anzusprechen wurde auch schnell gefunden. So sollte es freitags wieder eine Veranstaltung für die Jugendlichen im Dorf und der Gemeinde geben. Der Samstag sollte mit der Totenehrung am Ehrenmal und  Umzug zum Festplatz beginnen. Für abends wurde dann die große Party für alle, der „Scheunenball“ geplant. Der Sonntag  als Familientag begann  mit dem Gottesdienst in der Kirmesscheune, gefolgt von Frühschoppen, Mittagessen und Kaffee und Kuchen.  Und für die Kinder ein spannendes Unterhaltungsprogramm . Den Abschluss sollte das Fest dann am Kirmesmontag mit dem ‚Dämmerschoppen‘  und der traditionellen Gerichtsverhandlung und der anschließenden Verbrennung des Zacheies finden.

Für jeden dieser Tage brauchte man eine entsprechende Musikbegleitung und ansprechende Aktivitäten. Im Laufe der Jahre wurde das Programm immer wieder ergänzt und erweitert. So gibt es seit 2011 montags  immer eine Einladung an alle Senioren des Dorfes zur Seniorenbrotzeit. Seit 2015 lädt der Kirmesverein Jugendliche aus Wachtberg, die in der Jugendarbeit ehrenamtlich aktiv sind, zur Scheunendisco ein. Was bis heute immer gleich geblieben ist, ist die klassische Aufteilung des Programms: freitags für die Jugend, samstags die große Party für alle, sonntags für die Familie und montags erst für die Senioren und danach für das ganze Kirmesvolk.

Im Ort wurden tatkräftige Personen angesprochen, um so die Vorbereitung und den Ablauf des Festes zu gewährleisten.

Seitdem herrscht im „Festsaal“, der Scheune des Rheinhöhenhofes, zwei Wochen vor und eine Woche nach der Kirmes am 2. Wochenende im September, reges Kirmes-Treiben.

Erst wird die Halle leergeräumt und gereinigt, dann werden die Kulissen aufgebaut und alles geschmückt. Es wird gefegt, geschraubt, verkabelt und gemalt. Bei der intensiven Arbeit wird aber immer viel gelacht, und es gibt sicher ein paar Situationen, für die am Ende der Kirmes der Zacheies gerade stehen muss.

Von Anfang an hatte die Scheunenkirmes einen guten Zuspruch in Ließem und den umliegenden Orten, und die Scheune  ist auch nach Erweiterung der Halle immer gut gefüllt. Die Musik ist super und die Preise immer noch zivil.

Der Zuspruch der Gäste unserer Kirmes belohnt uns jedes Mal für die Arbeit der Mitglieder und Helfer, und motiviert uns für das nächste Jahr.

Mittlerweile organisiert der Kirmesverein auch andere Feste im Dorf und lässt diese Traditionen weiter leben.

Im Dorf wird seit 2007 wieder ein Maibaum aufgestellt.  Viele Ließemer kommen zum Dorfplatz um dem Spektakel beizuwohnen.  Den Abschluss bildet das Maiansingen  mit allen  als „gemischter Dorfchor“.

Mit den anderen Dorfvereinen organisieren wir seit 2011 den Martinszug in Ließem. Anschließend die Weckenausgabe für die Kinder und den Reibekuchenverkauf  auf dem Schützenplatz im Dorf.  Seit 2003 veranstalten wir mit den Ließemer Vereinen den Weihnachtmarkt auf dem Köllenhof. Auch diese Veranstaltungen sind  immer gut besucht.

Ein Miteinander von Jung und Alt, zeitgemäße Brauchtumspflege sowie ein aktives Zusammenleben der Einwohner in Ließem und im Drachenfelser Ländchen sind unser wichtigstes Anliegen und Zweck.